
Barrierefreiheit von Anfang an beginnt mit einer Frage: Können alle folgen?
Sie können ein starkes Programm zusammenstellen, die passenden Referenten einladen und dafür sorgen, dass jedes technische Detail stimmt.
Doch der Wert einer Veranstaltung hängt letztlich von einer einfachen Frage ab:
Kann jeder dem Gesagten folgen?
In einem jüngsten Artikel für M&IT argumentiert Freya Foster, dass Barrierefreiheit zu einer „Grundvoraussetzung“ für eine Generation wird, die sich der unterschiedlichen Arten des Lernens, Kommunizierens und Interagierens bewusster ist. Ihr Hauptargument ist klar: Barrierefreiheit sollte von Anfang an mitgedacht und nicht erst nachträglich hinzugefügt werden.
Das wirft eine wichtige Frage für Veranstalter auf.
Was bedeutet Barrierefreiheit durch Design, wenn der Hauptwert einer Veranstaltung durch gesprochene Live-Inhalte vermittelt wird?
Im Raum zu sein ist nicht dasselbe wie einbezogen zu werden
Ein Teilnehmer ist vielleicht registriert, sitzt auf seinem Platz und kann die Bühne sehen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass er auch dem Programm folgen kann.
Einige Teilnehmende sind vielleicht gehörlos oder schwerhörig. Andere verstehen zwar die Veranstaltungssprache, finden es aber schwierig, einem schnellen Redner oder technischer Terminologie zu folgen. Wieder andere nehmen an einem internationalen Kongress in einer Zweit- oder Drittsprache teil. Manche verarbeiten Informationen schlichtweg leichter, wenn sie diese mitlesen können.
Die Barriere ist nicht immer sichtbar.
Oft wird sie erst spürbar, wenn die Keynote begonnen hat, die Sprechgeschwindigkeit steigt oder eine Frage aus den hinteren Reihen des Publikums gestellt wird.
In diesem Moment entgehen dem Teilnehmer bereits wertvolle Informationen.
Gute Event-Kommunikation besteht aus drei Teilen
Um die Barrierefreiheit gesprochener Inhalte zu bewerten, lohnt sich ein Blick auf drei Phasen: Folgen, Verstehen und Beteiligen.
Können die Teilnehmenden folgen?
Der erste Schritt ist der Zugang zu den gesprochenen Worten selbst.
Ein klarer Ton ist wichtig, aber Audio allein reicht nicht für alle Teilnehmenden aus. Live-Untertitel bieten eine visuelle Alternative und ermöglichen es, das Gesagte in Echtzeit mitzulesen.
Dies ist in einem großen Konferenzsaal ebenso wertvoll wie bei einem Livestream oder auf einem persönlichen Gerät.
Können die Teilnehmenden verstehen?
Worten zu folgen ist nicht immer dasselbe wie die Botschaft zu verstehen.
Bei internationalen Veranstaltungen beherrschen Teilnehmende zwar oft die Hauptsprache, verpassen aber dennoch wichtige Details. Eine Live-Übersetzung gibt ihnen die Möglichkeit, den Inhalten in einer Sprache zu folgen, in der sie sich sicherer fühlen.
Dies ist besonders wichtig bei Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Fragerunden, bei denen sich Tempo und Thema schnell ändern können.
Können die Teilnehmenden mitwirken?
Die Beteiligung fällt schwerer, wenn man sich unsicher ist, was gerade gesagt wurde.
Die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass Teilnehmende eine Frage stellen, an einer Umfrage teilnehmen oder nach der Sitzung ein Gespräch beginnen. Der Inhalt wurde zwar vermittelt, aber die Chance zur Interaktion blieb ungenutzt.
Barrierefreie Kommunikation bedeutet daher nicht nur, Informationen zu empfangen. Sie entscheidet auch darüber, wie selbstbewusst und aktiv Teilnehmende am Event mitwirken können.
Kommunikative Barrierefreiheit im Event-Briefing verankern
Barrierefreiheit durch Design bedeutet nicht, jede einzelne Anforderung im Vorfeld zu erraten.
Es bedeutet, den barrierefreien Zugang zur Kommunikation als festen Bestandteil der Planung zu etablieren.
Bevor Sie das Produktions-Setup freigeben, sollten Sie Folgendes bedenken:
Was ist die primäre gesprochene Sprache?
Welche weiteren Sprachen sind für das Publikum relevant?
Wo sollen Untertitel oder Übersetzungen angezeigt werden?
Sollten Teilnehmende die Möglichkeit haben, auf eigenen Geräten mitzulesen?
Benötigt auch der Livestream Untertitel oder Übersetzungen?
Wer ist für das Testen des gesamten Setups verantwortlich?
Diese Entscheidungen lassen sich in der Planungsphase wesentlich einfacher treffen als kurz vor Veranstaltungsbeginn.
Zudem sorgt es dafür, dass Veranstalter, Location und AV-Partner von denselben Erwartungen ausgehen.
Live-Inhalte leichter zugänglich machen
Soundshape bietet KI-gestützte Live-Untertitelung und Live-Übersetzung in über 100 Sprachen.
Die Lösung lässt sich nahtlos in bestehende AV-Workflows integrieren. Untertitel und Übersetzungen können auf Event-Leinwänden, Smartphones, Tablets, Laptops und in Livestreams ausgespielt werden.
Das gibt Event-Teams maximale Flexibilität.
Bei einer Veranstaltung können Untertitel auf der Hauptleinwand laufen. Bei einer anderen bevorzugen es die Teilnehmenden vielleicht, einer Übersetzung ganz diskret auf dem eigenen Smartphone zu folgen. Ein hybrides Event erfordert oft den Zugang sowohl vor Ort als auch online.
Das technische Setup sollte sich nach den Anforderungen des Events richten, nicht umgekehrt.
Erfahren Sie, wie sich Live-Untertitel und -Übersetzungen in Ihre Event-Produktion integrieren lassen.
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Kommunizieren Sie das Angebot aktiv
Die technische Lösung zu planen, ist nur die halbe Miete.
Die Teilnehmenden müssen auch wissen, dass Untertitel oder Übersetzungen verfügbar sind und wie sie darauf zugreifen können.
Integrieren Sie diese Information in die Kommunikation vor dem Event, auf der Event-Plattform und direkt vor Ort. Briefen Sie das Registrierungsteam, die Gastgeber und Moderatoren, damit sie die Teilnehmenden anleiten können.
Die Anleitung muss nicht kompliziert sein.
Aber sie muss gut sichtbar sein.
Wenn Barrierefreiheits-Optionen klar kommuniziert werden, wirken sie wie ein natürlicher, geplanter Teil des Events – und nicht wie eine Sonderlösung, die erst mühsam angefragt werden muss.
Ein neuer Standard für jedes Publikum
Der Artikel von Freya Foster konzentriert sich auf die Erwartungen der Gen Z. Die dahinterstehende Lektion gilt jedoch für alle Generationen.
Menschen hören, lesen, verarbeiten und verstehen Informationen auf unterschiedliche Weise. Zudem gehören internationale Zielgruppen mittlerweile zum Standard vieler Konferenzen, Firmenveranstaltungen und Regierungstreffen.
Die Planung auf Basis eines einzigen, angenommenen Teilnehmertyps wird daher zunehmend zum Hindernis.
Ein weitaus sinnvollerer Ansatz ist es, die Vielfalt des Publikums zu akzeptieren und mehr als nur einen Weg anzubieten, den Inhalten zu folgen.
Denn ein Event ist nicht schon deshalb barrierefrei, weil alle den Raum betreten können.
Sie müssen auch in der Lage sein, zu verstehen, was darin geschieht.
Erleben Sie die Qualität, Geschwindigkeit und Einfachheit von Soundshape live im Event-Einsatz.
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Zum Weiterlesen: Dieser Artikel bezieht sich auf die Perspektive von Freya Foster in Accessibility by design: why Gen Z expects more from events, veröffentlicht von M&IT.



